Hier beträgt die Prävalenz für Alkoholabhängigkeit 35 Prozent (mehr Männer als Frauen), für Medikamentenabhängigkeit 2,9 Prozent (mehr Frauen als Männer), und geschätzt sind knapp 300.000 Menschen in Deutschland von illegalen Drogen abhängig. Gemäß der Definition der World Health Organization (WHO) zählen suchtkranke Menschen zu den Personen mit einer „seelischen Behinderung“.

Sucht am Arbeitsplatz

Riskanter Konsum von Alkohol bleibt nicht vor den Eingangstüren von Unternehmen oder Behörden außen vor. Die Auswirkungen riskanten Konsums begleiten Betroffene in allen Lebensbereichen, und der Arbeitsplatz stellt keine Ausnahme dar.

Auch Arbeitgeber müssen Verantwortung übernehmen

Jedes Unternehmen hat eine soziale Verantwortung seinen Mitarbeitern gegenüber – zugleich haben sie auch ein eigenes Interesse an der Prävention und Behandlung von Suchterkrankungen im Sinne der Gesundheitsförderung: Schwankende Arbeitsleistungen und erhöhte Fehlzeiten bis hin zu gesteigerten Unfallquoten zählen neben Produktionsausfällen zu den Risiken und Schäden, die nicht zuletzt durch beispielsweise riskanten Alkoholkonsum am Arbeitsplatz ausgelöst werden.

Therapiemöglichkeiten bei Suchterkrankungen

So individuell wie die Sucht sind auch die Therapiemöglichkeiten. In den meisten Fällen finden sie im Rahmen eines stationären Aufenthalts in einer auf Sucht spezialisierten Einrichtung statt. Kliniken der gesetzlichen Versicherung veranschlagen hier circa acht bis 12 Wochen. In vielen Privatkliniken ist dieser Zeitraum jedoch - für alle Beteiligten zeit- und kostensparend - auf fünf oder sogar drei Wochen reduziert, ohne Abstriche bei den Erfolgsaussichten.

Aufbauende Therapieinhalte

Zum Einsatz für dieses Kompaktprogramm kommen dann mehrere Therapiemethoden: Die Neuro-Elektrische-Stimulation hilft, Entzugssymptome und den Suchtdruck zu minimieren. Intensive Einzel- und Gruppengespräche arbeiten die Ursachen des Suchtverhaltens auf und unterstützen, Verhalten langfristig zu ändern. Wichtig sind außerdem Bausteine wie eine medizinische Betreuung, Achtsamkeitstraining, Sportprogramm, richtige Ernährung, Einbezug von Familienmitgliedern sowie die Nachsorge im häuslichen Umfeld.“