Work-Life-Balance und Arbeitsqualität

Bei den Vollzeitbeschäftigten in Deutschland  sind gute Arbeitsbedingungen die Hauptquelle einer guten Balance. 78 Prozent der Beschäftigten mit guter Arbeit haben ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben. Unter den Beschäftigten mit schlechter Arbeit sind es dagegen nur 40 Prozent. Dieses Ergebnis spricht für eine außerordentlich große Wirkung der Arbeitsbedingungen auf das außerberufliche Leben und die Work-Life-Balance der Beschäftigten:

Gute Arbeit

...wird von Managern vor allem durch wenig körperliche und emotionale Belastungen, ein angemessenes Einkommen und berufliche Zukunftssicherheit beschrieben. Hinzu kommt für Führungskräfte auch die Möglichkeit auf Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Das gilt für kinderlose Manager ebenso wie für diejenigen, die Angehörige zu pflegen oder regelmäßig zu betreuen haben.

Ein großer Sinn für soziale Aspekte ist demnach ebenso charakteristisch für gute Arbeit.  Die wirkt sich auch positiv auf das außerberufliche Leben der Beschäftigten aus und erhöht ihre Chancen auf eine ausgewogene Work-Life-Balance beträchtlich.

Schlechte Arbeit

...ist insbesondere durch hohe Belastungen (wie Mangel an Respekt, körperliche Schwerarbeit, einseitige Belastungen, emotionale Überforderung, Arbeitshetze), geringe Entscheidungsräume, ein unangemessenes Einkommen und unsichere Arbeitsplätze gekennzeichnet.

Schlechte Arbeit belastet auch das außerberufliche Leben der Beschäftigten. Die Belastungen am Arbeitsplatz und im Privatleben sind sehr vielfältig und können verschiedene Konflikte sowie physische und psychische Probleme auslösen. Im schlimmsten Fall kommt es zum Burnout.