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Startup your business!

„Wir haben riesen Egos“

Foto: Robert Wunsch

Waldemar Zeiler und Philip Siefer haben mit ihrem Start-up einhorn Kondome cool gemacht – ein Interview über ihren Gründungsweg.

Waldemar, du wolltest schon seit der 12. Klasse Unternehmer werden, was war es genau was dich am Unternehmertum so begeistert hat?

Es war eher Zufall als ich in der Schule gegründet habe. Ich wollte dringend ein Projekt wahr werden lassen und dann meinte jemand, dass es eine Firma ist und dann hat mich dieses Virus gepackt und nie mehr losgelassen. Dieses Kribbeln, wenn aus einer Idee konkrete Produkte entstehen und mehrere Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgen. Magisch.

Philip, braucht man ein gewisses Gründergen um erfolgreich gründen zu können? Und wenn, ja wie würdest du dieses Gründergen beschreiben?

Was wenn ich auf den ersten Teil der Frage mit nein antworte? Dann ist der zweite Teil ja hinfällig! Geht Ihr etwa davon aus das man ein Gründergen braucht um zu gründen? Ich hoffe ich hab das! Ich glaube nein. Gene sind total egal. Es gibt GründerInnen Wille! Der versetzt Berge, gründet Firmen und vielleicht rettet er die Welt. Und das steckt in allen Menschen. Allen.

Philip, worauf muss man besonders achten, wenn man zu zweit ein Unternehmen gründen möchte?

in der Zweierkonstellation ist es von absolut immanenter Wichtigkeit jemanden zu suchen der nett ist und einen nicht bescheisst. Stellt Dir vor du gründest mit jemandem und dann klaut oder lügt! Oder man mag sich nicht! Man begibt sich ja auf eine lange Reise! Also ich empfehle mit Waldemar zu gründen! Würde ich sofort wieder machen! Er ist klug, moralisch einwandfrei, er ist nett und sehr interessiert an vielen Dingen. Er macht viele Fehler, lernt aber auch andauernd was. Sehr guter Gründe!

Waldemar, in einem so freien Unternehmen wie ihr es führt, wie findet man das passsende Team, das zu euch Gründern passt?

Das coole daran ist, dass wir gar nicht suchen müssen. Teammitglieder finden uns. Wir erzählen viel von uns auf allen Kanälen und es melden sich unzählige begeisterte potentielle einhörner, die schon ziemlich gut wissen, ob sie zu uns passen könnten oder nicht. Wir haben eher die Herausforderung, dass zu viele bei uns arbeiten wollen und wir noch nicht alle unterbringen können.

Philip, was sind die allerersten Schritte die man gehen sollte, wenn man sein eigenes Unternehmen gründen möchte?

Die Idee dabei zu laufen ist sehr sehr gut! Wusstet ihr, dass man beim gehen oder Schritte machen besser denken kann? Das ist echt wahr! Wir machen jetzt immer Riesen lange Wanderungen um besser zu denken. Sich auf den Weg machen, die ersten Schritte machen, das passiert im Kopf, die Idee kommt, dann läuft sie schnell von ganz alleine und Du läufst ihr hinterher. Und dann wird es alles Wirklichkeit, alles was Du geträumt hast! Oder nicht, dann musst du dir was Neues ausdenken. Ist auch nicht so schlimm, du hast was gelernt! Kann Dir keiner wegnehmen!

Waldemar, du hast schon ein paar Versuche getätigt eine Firma zu gründen, wie bist du mit dem Scheitern umgegangen? Was hast du der Gründung von deinem jetzigen Unternehmen anders gemacht?

Wenn eine Firma nicht klappt, zähle ich das nicht als Scheitern. Es ist eher ein MBA für mich, den im besten Fall auch noch ein Investor bezahlt. Vor einhorn habe ich opportunistisch gegründet. Das heißt, ich habe irgendein Problem gesehen und versucht eine Lösung zu finden. Bei einhorn habe ich auf mein Herz gehört und darauf geachtet, dass ich auch langfristig Lust auf das Produkt habe. Da bei einhorn das Kernprodukt die Weltrettung ist, bin ich mir sicher, dass mir nicht so schnell langweilig wird.

Philip, ihr habt eure Firma vor vier Jahren gegründet was war eine der größten Herausforderungen und wie seid ihr damit umgegangen?

Wir! Wir haben Riesen Egos! Waldemar und ich auch. Wir mussten intensiv an uns und unseren Verhaltensweisen arbeiten um frei zu sein und wirklich tun zu können was wir wollen. Wir arbeiten immer noch daran, aber es ist schon viel besser. Am Anfang haben wir viel gestritten, jetzt haben wir Coaches und TherapeutInnen, das ist super! Bei sich selbst anzufangen ist der sicherste Weg zum Erfolg!

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